Achtsamkeit

Buchgestaltung . Text . HSD PBSA . Bachelor of Arts . 2017

 

 

Das Thema Achtsamkeit ist in vielen Bereichen präsenter Teil unseres Alltags. Lebensberater zeigen, wie sie integriert und praktiziert wird. Dieses Buch möchte einen Einstieg geben und verkörpert den Lebensstil als Lesestil.

 

Behutsame Wahrnehmung durch Blindprägung des Titels; Umweltbewusstsein durch Recyclingpapiere; Offenheit in der Fadenbindung und Einfachheit der Typografie als achtsame Eigenschaften.

 

Gespreizte Überschriften, um den Augenblick des Lesens bewusst erleben zu helfen; integrierte Pausen zur Selbstreflexion; großzügiger Weissraum für mehr Ruhe.

 

Transparente Seiten zur Interaktion, einem besseren Verständnis und Verlangsamung des Lesetempos. So ist das Glossar über den Text gelegt um das unbekannte Wort vorab oder parallel lesen zu können ohne unterbrochen zu werden. Schärfe und Unschärfe stehen dabei in Zusammenspiel und assoziieren das Zeitempfinden von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

 

Der Inhalt ist eigens recherchiert, gegliedert, zusammengetragen und geschrieben.

 

 

 

 

 Bestimmt man die Zeit durch die eigene Achtsamkeit?

 

(Auszug aus: Kapitel: Definition / Unterkapitel: Lebensstil)

 

 

 

 

Der Augenblick ist entscheidend.

Das Sein ist entscheidend.

Der bewusste Atem entscheidet.

 

(Auszug aus: Kapitel: Praxis / Unterkapitel: Achtsam Atmen)

 

 

 

 

Der alltägliche Augenblick

statt zwei Wochen Meerblick.

 

(Auszug aus: Kapitel: Trend / Unterkapitel: Achtsamkeit)

 

 

 

 

Es gibt also Dinge, die Menschen erfassen können und Dinge, die unfassbar bleiben.

 

(Auszug aus: Kapitel: Form / Einleitung)

 

 

 

 

Headline: Achtsamkeit ist ein Lebensstil.

 

Fließtext: Es geht um den behutsamen Umgang mit sich und der Umwelt. Mit Körper, Geist und Seele, den Mitmenschen und der Natur. Die Gegenwart aktiv und urteilsfrei wahrnehmen, beachten ohne zu verachten, ganz bei Bewusstsein und bewusst bei sich sein. Dazu gehören Körperwahrnehmung, Offenheit, Vertrauen, Loslassen, Freundlichkeit, Nicht-Bewerten und Harmonie.

 

(Kapitel: Definition / Einleitung)

 

 

 

 

Subline: Achtsamkeit fördert die Kreativität.

 

Fließtext: Achtsame Menschen sind durch ihr fokussiertes bewusstes Erleben offen und aufmerksam. Informationen speichern sich schneller ab und können für den Kreativprozess nützlich sein.

 

(Kapitel: Wirkung / Unterkapitel: Effekte)

 

 

 

 

Fließtext: Für das Zukunftsinstitut ist Achtsamkeit der wichtigste Begriff für 2016 und spielt auch im neuen Jahr eine entscheidende Rolle. Fernsehbeiträge, Interviews und Berichte zeigen, dass das Thema angekommen ist und die Gesellschaft erreicht und bewegt. Mindfulness bietet bei Google 40 Millionen Treffer. Achtsamkeit schafft es auf knapp 3 Millionen. Stars wie Oprah Winfrey, Meg Ryan und Jim Carrey sehen Eckhart Tolle als ihren Mentor. Achtsamkeitskonzepte werden in Schule und Arbeitswelt integriert. In einem System, in dem jeder austauschbar erscheint und sich nach 10-stündiger Arbeit im Dauerstress selbst nicht mehr spürt, scheint der Mensch verloren und will sich wieder finden. Viele kehren ab von einer kapitalistischen Existenz hin zu einem erfüllenden Sein und werden Yogalehrer oder spiritueller Guru. Achtsamkeitslehrer sind die neuen Lebensberater und Bürger aus dem Westen konvertieren zum asketischen Mönchstum. Einer jahrtausendalten Philosophie wird ein fast vergessener Name neu verliehen und langsam wird die achtsame Welt so groß und vielfältig wie das Leben selbst. Mönche, wie Thich Nhat Hanh, lehren die Wege Buddhas. Wissenschaftler, wie Jon Kabat-Zinn, lernen von ihm. Coaches, wie Britta Hölzel, versuchen mit Programmen beides zu kombinieren. Autoren, wie Deepak Chopra, möchten es für die Welt übersetzen und YouTuber, wie Mojo Di, fühlen sich zum spirituellen Leben und vloggen berufen. Zunehmende Krankheiten und Unzufriedenheiten formen die moderne Gesellschaft und viele finden im achtsamen Leben die (Er)lösung.

 

(Kapitel: Trend / Unterkapitel: Mainstream)

 

 

 

 

Fließtext: Das Internet hat die Gesellschaft mit dem neuen Informationszeitalter verändert. Die Möglichkeiten sind unbegrenzter denn je. Es bilden sich Freiheiten, Nischen, Märkte, Möglichkeiten, Zwänge. Kein WLAN zu haben scheint ein katastrophaler Zustand zu sein. Daueronline kehrt der Mensch ab vom Inneren ins massive Äußere. Erich Fromm bezeichnet den modernen Menschen als passiven Menschen, der sich mit Dingen füllt um die innere Leere zu verdrängen. Der Blick aufs Online-Profil ist wichtiger als der in die Seele. Fame scheint die neue Tugend zu sein. Instagram als Live-Comic. Jeder Augenblick wird digital festgehalten, bleibt aber nicht im Kopf, weil er nicht erlebt wird. Das Mitteilungsbedürfnis ist immens, das Konsumbedürfnis auch. Tumblr zählt 2016 312 Millionen Blogs. Heute ist jeder: Journalist, Nachrichtensprecher, Autor, Schauspieler, Comedian oder Reporter. Einige Blogger und Vlogger verdienen mehr als Handwerker und Altenpfleger. 67 Prozent der deutschen 12- bis 14-jährigen nutzen YouTube täglich, bei einem Uploadvolumen von 400 Stunden pro Minute. Geräte sind Alltagsbestandteil und schenken Zeit, trotzdem fehlt die Zeit für sich selbst. Nebenher entwickelt sich ein neuer Lifestyle. Viele sind omline, denn »offline is the new luxury«.

 

(Kapitel: Trend / Unterkapitel: Digitalisierung)

 

 

 

 

Ein Moment kann nur im Hier und Jetzt sein. Der Blick auf ein Foto kann Erinnerungen wecken, aber die Realität nicht abbilden. Augenblicke, die man verpasst, sind nicht zurück zu holen. Leben und erleben, darum geht's.

 

(Auszug aus dem: Nachwort)

 

 

Angelika Schneider

Kommunikationsdesign

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